Etwas Grünes für die Katz

Ein Kräutergarten für Samtpfoten

Katzen brauchen Katzengras

Die Katzenminze ist eine bei Katzen ungemein beliebte Knabberpflanze.

Für ihr Wohlbefinden brauchen Katzen gelegentlich etwas Grünzeug, am besten grasartige Gewächse, um ihren Magen von Zeit zu Zeit von Haarballen zu befreien. Während Freigänger-Katzen draußen eigentlich immer etwas Geeignetes finden, kann es vorkommen, dass Wohnungstiger ersatzweise die Zimmerpflanzen anknabbern. Da viele Topfpflanzen aber giftig für Katzen sein können, sollten ihnen gesunde Alternativen wie Katzengras angeboten werden.

Katzengras auf der Fensterbank und Katzenkräuter im Garten

Katzengras - Alternative zu giftigen Topfpflanzen

Katzengras ist eine gesunde Alternative zu oft giftigen Topfpflanzen. Fotos: djd/Rühlemann’s Kräuter und Duftpflanzen

Umgangssprachlich werden spezielle Gräser als Katzengras bezeichnet, weil sie wie etwa das Zyperngras für Katzen geeignet und verträglich sind. Katzenpsychologin Bettina von Stockfleth empfiehlt Besitzern von Wohnungskatzen vor allem das Zwerg-Zyperngras: „Es ist zarter und hat weniger harte Stängel und Blätter als die größeren Sorten. Damit bietet es unbedenklichen Knabberspaß, besonders für Wohnungskatzen, die gerne mit den fiedrigen Blattschirmen spielen.“ Noch mehr Grünes können Gartenbesitzer zum Beispiel mit dem Greenpäck Katze aus Rühlemann’s Kräuter- und Duftpflanzen-Gärtnerei ihren schnurrenden Familienmitgliedern anbieten, das neben Katzengras auch Jungpflanzen der Katzenminze, Katzengamander und Baldrian enthält. „Katzenminzen sind nicht nur bei Katzen ungemein beliebte Knabberpflanzen, sondern machen sich auch als dekorative Beet- und Begleitpflanzen gut, zum Beispiel bei Rosen“, erklärt die Katzenexpertin. Eine direkt neben der Minze stehende Rose könne zudem verhindern, dass sich die Katze zu begeistert in der Katzenminze wälzt. Für Miezen, die sonst eher Pflanzenmuffel sind, empfiehlt sie den thymianähnlichen Katzengamander: „Wird ihnen der Gamander neu vorgestellt, wird er meist intensiv bespielt, weshalb es nicht verkehrt ist, mehrere Exemplare zu erwerben.“ Haben die Katzen erst begriffen, dass die geliebte Pflanze regelmäßig zur Verfügung stehe, würden die Blättchen, die auch gegen Magenverstimmungen helfen, genüsslich gefressen.

Katzen lieben Stinkekissen

Wenn auch für die meisten Menschen der Geruch der Baldrian-Wurzel eher unangenehm ist, Katzen lieben diesen Duft und sind ganz närrisch danach. Der Baldrian kann bis zu einem Meter hoch werden, blüht sehr hübsch und die oberirdisch wachsenden Pflanzenteile verbreiten diesen typischen Geruch nicht. Die Katzen-Expertin hat einen besonderen Tipp: „Die berühmten ‚Stinkekissen‘ für Katzen werden mit getrockneten Baldrianwurzeln gefüllt, die für Katzen anregende Alkaloide enthalten und die Spielfreude unterstützen.“

Bettina von Stockfleth

Erfreulicherweise verläuft das Zusammenleben von Mensch und Katze in den meisten Fällen harmonisch – oft ein ganzes Katzenleben lang. Doch manchmal tauchen bleibende Probleme auf, die die Beziehung trüben und sogar erhebliche materielle Schäden nach sich ziehen. Bettina von Stockfleth ist ausgebildete Katzenpsychologin. Von Buchholz in der Nordheide aus ist sie deutschlandweit als Verhaltenstherapeutin für Katzen im Einsatz. Außerdem schreibt sie regelmäßig für Katzenzeitschriften und hat die Ratgeber „Katzenkinder“, „Katzen mit Geschichte“ und „Praxisbuch Katzen-Clickertraining“ geschrieben.

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