Hilft Meditieren bei der Heilung?

Studie: Bei leichten Verletzungen kann gezielte Entspannung die Selbstheilungskräfte fördern

Selbstheilungskräfte aktivieren - mit Entspannung und pflanzlicher Hilfe sind die Schmerzen schneller passé.

Ein leichter Sturz und schon hat man sich eine kleine Verletzung zugezogen Fotos: djd/Weleda AG

Ob eine Schürfwunde vom Sturz beim Radfahren oder ein Schnitt mit dem Messer beim Gemüseschnippeln – schmerzliche Missgeschicke kommen im Alltag schnell einmal vor. Der wichtigste Rat lautet dann: gelassen bleiben. Das wirkt bei Verletzungen kleine Wunder, was nun sogar wissenschaftlich bewiesen wurde. So reichen schon 20 Minuten Meditation aus, um leichtere Wunden schneller heilen zu lassen. Zu diesem Ergebnis kamen neuseeländische Forscher in einer Studie, bei der allen Teilnehmern eine kleine oberflächliche Hautverletzung zugefügt wurde.

Selbstheilungskräfte aktivieren

Die rund 120 Erwachsenen wurden in drei Gruppen eingeteilt: Die ersten Kandidaten entspannten vor der Verletzung, die zweite Gruppe danach und die restlichen Probanden gar nicht. Die Erholung bestand dabei aus einer geleiteten 20-minütigen Meditation. Die Auswertung ergab: Egal ob vor oder nach der Verletzung entspannt wurde – die Beschwerden fielen bei den Meditationsteilnehmern insgesamt geringer aus. Sie waren nicht nur deutlich weniger angespannt und klagten über weniger Schmerzen, auch ihre Haut erholte sich schneller von der Verletzung. Verblüffend, wie die Psyche die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren kann. Das Gleiche tun im Übrigen auch Heilpflanzen wie etwa Calendula, die Ringelblume. Mit ihren zellerneuernden und entzündungshemmenden Effekten kann sie effektiv Linderung verschaffen. Wer sich verletzt, geht am besten in zwei Schritten vor: Zunächst die Wunde mit einer Calendula-Essenz  reinigen, um Infektionen zu vermeiden. Gezielte Entspannung und eine Nachbehandlung mit einer Calendula Wundsalbe kann dann die weitere Regenerationsfähigkeit beschleunigen.

Meditationstipps für Anfänger

Meditation fördert die Selbstheilungskräfte

Augen schließen und auf die Atmung konzentrieren: Durch Meditation kann die Heilung von Verletzungen beschleunigt werden.

Bei der Meditation helfen kleine Tipps: So ist es eine gute Übung, die Atemzüge zu zählen – immer bis zehn und dann wieder von vorne beginnen. Das bringt die Gedanken zur Ruhe. Eine andere Möglichkeit ist der Körperscan: einfach nach und nach auf verschiedene Körperteile konzentrieren und in sie hineinspüren. Am Ende mit einem Lächeln die etwa 5- bis 10-minütige Meditation abschließen. Nach und nach kann die Meditationszeit dann gesteigert werden.

Heilpflanze Calendula

Die Calendula officinalis – oder auch Ringelblume – ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die auch hierzulande heimisch ist. Sie findet seit langem Verwendung in der Naturheilkunde. Sie wirkt entzündungshemmend, fördert die Bildung von Granulationsgewebe und damit auch die Wundheilung. Sie wird oft bei äußerlichen Verletzungen, wie Schürf- und Schnittwunden, eingesetzt.

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