Untreu in gegenseitigem Einvernehmen

Partnerschaft: Eine „offene Beziehung“ ist für jeden Dritten kein Tabu

Eine offene Beziehung ist für jeden Dritten kein Tabu

Jede vierte Frau und 42 Prozent der Männer schließen eine Zweierbeziehung mit amourösen Nebenaktivitäten im beidseitigen Einvernehmen zumindest nicht aus. Fotos: djd/FriendScout24/thinkstock

Erlaubt ist, was gefällt: In Sachen Partnerschaft sind in Deutschland alle denkbaren Modelle möglich und gesellschaftlich akzeptiert. Quasi unverwüstlich ist der klassische Dreiklang „verliebt, verlobt, verheiratet“ – die Zahl der Hochzeiten ist konstant hoch und nahm zuletzt sogar wieder zu. Aber auch Wilde Ehen, Patchworkfamilien oder Homo-Ehen werden heute als etwas ganz Selbstverständliches angesehen. Eine besondere Form der Partnerschaft ist die sogenannte offene Beziehung: Man ist glücklich zu zweit, hat in gegenseitigem Einvernehmen aber auch Sex mit anderen. Undenkbar oder ein Modell der Zukunft? Das Ergebnis einer Ipsos-Umfrage im Auftrag des Datings-Portals Secret.de: Jede vierte Frau und 42 Prozent der Männer schließen eine Zweierbeziehung mit amourösen Nebenaktivitäten im beidseitigen Einvernehmen zumindest nicht aus.

Nur Theorie oder Modell der Zukunft?

Und so sieht die Praxis aus: Nur drei Prozent der Befragten haben oder hatten eine offene Beziehung und werten diese als positive Erfahrung. Weitere zwei Prozent haben es ausprobiert, bleiben aber skeptisch. Von den Befragten würden sechs Prozent gerne einmal eine offene Beziehung ausprobieren und 13 Prozent denken sogar, dass es offene Beziehungen künftig häufiger geben wird. Zwölf Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen sind sich sicher, dass viele Menschen glücklicher wären, wenn sie sich mit dem Treueschwur nicht so einengen würden. Neun Prozent aller Befragten sind aber auch davon überzeugt, dass das Modell der offenen Beziehung nur funktioniert, wenn man innerhalb der Beziehung keinen Sex mehr hat, sich aber mag und deshalb als Paar zusammen bleiben will.

Umfrage „offene Beziehung“

Die Ergebnisse der Umfrage in der Zusammenfassung:

  • Für 33 Prozent der Deutschen kommt eine Zweierbeziehung mit amourösen Nebenaktivitäten im beidseitigen Einvernehmen in Frage, bei den Männern liegt der Anteil bei 42 Prozent, bei den Frauen bei 26 Prozent.
  • 13 Prozent glauben, dass es das Modell der „offenen Beziehung“ künftig häufiger geben wird.
  • Zehn Prozent glauben, dass viele Menschen glücklicher wären, wenn sie sich mit dem Treueschwur nicht so einengen würden.
  • Sechs Prozent würden die „offene Beziehung“ gerne einmal ausprobieren.

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